Rückblick – Sunrise Festival 2014


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Rückblick – Sunrise Festival 2014

Das erste Sunrise Festival fand 2013 statt und bot ein Line Up der Extraklasse. Von House, über Deephouse, bis Tek, Chillout, Mixed Styles, Hardstyle und Early war alles dabei. Es war ein Spektakel, wie man es sich von einem Veranstalter wünscht. Es gab sogar eine Liveübertragung der Hardstylestage über das gesamte Wochenende (3 Tage) via be-at.tv. So hieß es also 3 Tage Party inklusive Camping mit über 250 Artists. Kann die diesjährige Edition da mithalten?

Als das Sunrise Festival 2014 offiziell angekündigt wurde und die ersten Infos zu finden waren, merkte man bereits, dass etwas nicht stimmte. Das auffälligste hierbei war, dass das Festival um einen ganzen Tag gekürzt wurde. Als dann die Preise und ersten Artists bekannt wurden, war schnell klar, dass etwas gespart und abgespeckt wurde. Wie sich später herausstellte, war wohl das vorherige Jahr nicht ganz so lukrativ, wie man es sich gewünscht hatte. Doch wir ließen uns davon nicht trüben und holten uns die recht billigen VIP Combi Tickets für 75€! Ein Schnäppchen, verglichen mit anderen Festivals! Enthalten waren natürlich der obligatorische VIP Eingang, sowie der Zugang zu zwei VIP Decks und den VIP Toiletten. Weitere Goodies wie z.B. ein Cap, vergünstigte Getränke oder gar kleine Appetithäppchen suchte man allerdings vergebens. Allgemein waren die Ticketpreise sehr günstig und mit 45€ für das normale Weekendticket nicht mal im Ansatz überteuert.
Nachdem 2013 alle Größen der EDM Szene zu sehen waren, waren wir nun natürlich umso gespannter auf das diesjährige Line Up und wurden leider etwas enttäuscht. Die wirklich großen Headliner blieben aus – jedenfalls für die Mainstage (House). Das Hardstyle Line Up trumpfte dafür aber mit Größen wie: Noisecontrollers, Hard Driver, Wildstylez, Technoboy/Tuneboy/Stephanie, Ran-D, Evil Activities, & Da Tweekaz auf. Sogar MarkwithAK schaffte es am Freitag auf die große Hardstylestage.
Am Freitag begann das Festival um 16 Uhr, so dass jeder Zeit hatte, sich auf dem naheliegenden Campinggelände breit zu machen und noch einmal zu duschen. Hier ein großes Lob – das Campinggelände war sauber und ordentlich. Die Sanitäreinrichtungen gepflegt und man hatte allerhand Angebot an Getränken/Essen und Serviceleistungen. Durch ständige Betreuung und Security auf dem Gelände fühlte man sich stets sicher und gut aufgehoben.

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Das Gelände “De Lilse Bergen” gleicht einem kleinen “Freizeitpark” mit großem See und viel Platz. Alles in allem wirklich ein sehr guter Ort für so ein Festival. Man merkte jedoch schnell, wie sehr die finanziellen und zuletzt auch die gesetzlichen Konsequenzen, aus einem Rechtsstreit, dem Festivalveranstaltern zu schaffen machten. Die Bühnen fielen kleiner aus als im letzten Jahr und waren weniger aufwändig. Vor allem die Mainstage direkt am Strand hat uns eher enttäuscht. Da war die Hardstylestage wesentlich größer und bei weitem besser gestaltet. Doch auch, wenn man sparen musste, in Sachen Stimmung und Feierlaune war davon nichts zu spüren. Die Leute und wir feierten ausgelassen zu harten Kicks, den in Belgien berühmten Tekstyle Beats, fetten Raw-Sounds oder auch mal etwas Drum N Bass. Was uns gefehlt hat waren lediglich die fetten Laser und ein großes Feuerwerk am Ende. Der zweite Tag begann diesmal schon um 12 Uhr. Durch tausende Armbänder, welche z.B. die VIPs, die Camper oder nur die Tagesbesucher kennzeichneten, konnte man jederzeit das Gelände verlassen oder betreten – ein großer Vorteil, vor allem für die Camper! Am 2.Tag dominierten euphorische Melodien die Hardstylestage. Da Tweekaz waren wie gewohnt ein Highlight! Doch auch auf der kleinen Rawstage ging es gut zur Sache! Mit Outbreak, Alpha², The Vision, E-Force, Endymoin & Moridin hatte man hier echt gute DJs! Vor allem letztere glänzten durch ihr unnormal dunkles und fast gruseliges Auftreten! Auf den VIP Decks konnte man sich etwas erholen oder auch mit diversen Artists quatschen oder sogar tanzen! Vor allem gegen Ende feierten wir dann mit DJ Outlander, Da Tweekaz und In-Phase gemeinsam zu Neophytes Hardcore Beats – wirklich sehr lustig! Die Closing-Sequenz war jedoch enttäuschend – kein Feuerwerk, keine Laser und kein großes Tam Tam. Sehr sehr schade!

Doch trotz all den kleinen Schwächen, die das Festival hatte, war es sehr amüsant und wir hatten jede Menge Spaß! Die Musik ist vielfältig, das Angebot super, die Preise niedrig und das Camping sehr gut! Wir hoffen, dass den Veranstaltern nächstes Jahr solche Probleme erspart bleiben und wir wieder an drei Tagen zu den besten DJs unsere Hüfte schwingen können! Auf ein Wiedersehen. Wer nicht warten kann, sollte unbedingt einen Blick auf das Sunset Festival werfen, welches im September stattfindet.

Quellen:
Newstext und Bilder zur Verfügung gestellt von HardstyleMag